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In allen tradierten
Kulturen wurde das Wetter in Form von Wetterdämonen personifiziert. So auch
Sturm und Winde.
Bei den Griechen leben die Winde auf der sagenhaften Aiolosinsel unter ihrem
Herrn Aiolos, der sie nach Belieben freilassen oder in einen Schlauch
sperren konnte. Sie erschienen aber auch in Menschengestalt, oft geflügelt,
wie die Harpyien, oder in Pferdegestalt.
Die Winde galten in der Antike als Söhne des Astraios und der Eos.
In der germanischen Mythologie wird die Personifikation des Windes,
insbesondere des Wirbelwindes, mit der Gestalt der Windsbraut verbunden. Die
Windsbraut kann als einzelner Dämon die Verkörperung unterschiedlicher
Geister darstellen. Oft wird sie als (Wetter)-Hexe angesprochen oder als
Mahr. Wenn ein Wirbelwind aufkommt, soll man ein Messer, möglichst ein
geweihtes Drudenmesser, hineinwerfen. Damit kann man die Windsbraut treffen.
Man erkennt das daran, dass das Messer blutig ist, wenn es herunterfällt.
Einige Sagen berichten auch davon, dass plötzlich eine nackte junge Frau,
nämlich die Windsbraut, auf die Erde gefallen sei. Häufig kommt es auch vor,
dass derjenige, der das Messer geführt hat, von dem Winddämon entführt wird.
Der Sturm kann für die Winddämonen ein grosser Spass sein, bei dem Wind und
Windin einander jagen. |