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Gemeint sind damit vor
allem Geister, die sich nicht materialisieren, also unsichtbar bleiben,
dabei aber deutliche, meist negative Eingriffe in die materielle Welt
vornehmen.
Es werden unglaubliche Geschichten über die Attacken derartiger Unsichtbarer
berichtet. So soll z.B. 1876 in Nanking in China ein unsichtbarer Dämon
umhergestreift sein und nichtsahnenden Leuten die Zöpfe abgeschnitten haben.
Ein anderer Unsichtbarer griff 1931 angeblich den Kapitän eines deutschen
Schiffes an und vesetzte ihm plötzlich vor den Augen seiner erschrockenen
Mannschaft eine zehn Zentimeter lange Wunde an seinem Kopf.1623 soll in
Paris sogar eine ganze Gruppe Unsichtbarer für Unruhe und Schrecken gesorgt
haben, so dass „kein Mann mehr seines Hab und Guts sicher war, kein Mädchen
seiner Jungfräulichkeit oder kein Weib seiner Keuschheit ... und die
Menschen Furcht hatten, von den sechs Unsichtbaren vertrieben zu werden.“
Dieses Beispiel und andere zu diesem Thema finden sich in der Sammlung
Phenomena (1977) von John Michell und Robert J.M. Rickard.
Der Begriff Unsichtbarer wurde aber auch für die unsichtbaren Spielkameraden
kleiner Kinder verwendet, die ausser dem Kind niemand sieht. Obwohl
allgemein angenommen wird, dass solche unsichtbaren Freunde reine
Phantasiegebilde sind, wurde darauf hingewiesen, dass Kinder die Fähigkeit
haben, Geister zu sehen, oder zumindest die Kraft, sich diese scheinbar real
imaginieren zu können - etwas, was mit dem Beginn der Reife und der
Entwicklung des Skeptizimus meist verlorengeht.
Das Phänomen der Unsichtbaren brachte H(erbert) G(eorge) Wells (1866-1946)
in seinem Roman The invisible man ganz neu ins Spiel. Dort ist es ein
genialer Physiker, der sich durch Experimente in den Zustand der
Unsichtbarkeit versetzt hat. |