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Tiermenschen |
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Die Metamorphose von
Menschen zu Tieren ist eine Fähigkeit, die bereits den Göttern und Helden
der Mythologie, aber auch Zauberern und Eingeweihten zugeschrieben wurde.
Der Gott Odin verwandelte sich in einen Adler, Zeus in einen Schwan, sein
römischer Pendant Jupiter in einen Stier. Das Tier, in das sich der Mensch
am häufigsten verwandelt, ist der Wolf bzw. Werwolf. Die Werwolflegende
reicht zurück bis in die Zeit, in der der prähistorische Mensch begann, zur
Jagd Tierverkleidungen anzulegen, um den Geist eines mächtigen Tieres zu
beschwören, von dem er hoffte, dessen Stärke verliehen zu bekommen.
Derartige Vorstellungen deuten zurück auf ein Sein, in dem der
Rangunterschied zwischen Mensch und Tier noch nicht zum klaren Bewusstsein
gelangt war. Der noch im engen Kontakt mit der Natur lebende Mensch fand
zwischen sich und seinen tierischen Nachbarn soviel Gemeinsamkeiten
bezüglich seiner Lebensweise und Bedürfnisse, Leidenschaft, Lust, Leid,
Krankheit und Tod, dass er die Grenzen zwischen sich und dem Tier oft als
fliessend erlebte. |
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