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Die Schöne und das Biest

Das Märchen von La Belle et la Bete erzählt von der Geschichte eines Mädchens, das ihren Vater gebeten hatte, ihr von einer Reise eine weisse Rose mitzubringen. Der Vater pflückt bei seiner Rückkehr die weisse Rose aus dem verzauberten Garten eines grässlichen Untieres. Das „Biest“ wird über diesen Diebstahl sehr ungehalten und befiehlt dem Vater in drei Monaten wiederzukommen, um seine Strafe, wahrscheinlich den Tod, zu empfangen. Als die schöne Tochter davon hört, besteht sie darauf, die Strafe ihres Vaters auf sich zu nehmen. Sie kommt in das Zauberschloss der Bestie, wo sie in ein schönes Zimmer gebracht wird und ein angenehmes Leben führen kann. Nur gelegentlich besucht das Untier sie, um sie zu fragen, ob sie ihn eines Tages heiraten werde. Aber die Schöne schlägt diese Bitte immer wieder aus. Um ihren kranken Vater zu pflegen, darf sie für eine Woche das Zauberschloss verlassen. Aber als sie wieder daheim ist, träumt sie, dass das verliebte Untier vor Verzweiflung über ihre Abwesenheit todkrank geworden ist und im Sterben liegt. Sie verlässt daraufhin den genesenden Vater, um in das Zauberschloss zurückzukehren. Dort pflegt sie die Bestie und vergisst darüber dessen Hässlichkeit. Als sie in freier Entscheidung erklärt, das immer noch kranke Untier heiraten zu wollen, verwandelt sich das düstere Zauberschloss in einen lichten Palast und das hässliche Biest in einen schönen Prinzen; denn alles was wir lieben, wird schön und gut ...
Psychologischer Kern des Märchens ist, dass die Schöne lernen muss, sich vom geliebten Elternhaus zu lösen und sich mit der in ihr erwachenden Bestie Sexualität zu versöhnen und ein neues Band einzugehen. Als sie am Ende der Geschichte bereit ist, ihre wilden Leidenschaften anzunehmen und sich auf das Ungeheuer einzulassen, tritt aus der wüsten Fratze Sexualität ein herrlicher Prinz hervor.
Jean Cocteau hat das Märchen von La Belle et La Bete (1945) in einen wundervoll poetischen Film umgesetzt, in dem Jean Marais die männliche Hauptrolle spielt. Mittlerweile liegt die Geschichte etwas verflacht auch als Musical vor.

 

 

 

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