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Ein angeblich behaartes
menschliches Wesen von riesiger Grösse, das in den Hochregionen des Himalaya
leben soll.
Immer wieder mal tauchen Nachrichten von überdimensionalen Fussabdrücken im
Schnee auf, die die Existenz des Yeti bestätigen sollen. Der Yeti-Glaube
erhielt in den dreissiger Jahren unseres Jahrhunderts vor allem durch den
Ethnologen R.V Konigswald Auftrieb, der in China Backenzähne von riesigen
Ausmassen erstand, die einer heute ausgestorbenen Menschenaffenart, dem
Gigantopithecus, gehörten. 1954 rüstete die englische Zeitung Daily Mail
eine umfangreiche Expedition aus, um den Yeti zu suchen. Auch russische
Wissenschaftler fahndeten nach dem Yeti, vom dem sie vermuteten, er gehöre
zu den letzten Überbleibseln einer historischen Menschenrasse aus der Wüste
Gobi. Etwas gedämpft wurden die Schneemensch-Spekulationen, als die in
nepalesischen Klöstern aufbewahrten Yeti-Skalpe, die im Schamanenkult
Verwendung fanden, als zubereitete Felle einer Hirschziegenantilope
identifiziert wurden.
Dennoch gibt es immer wieder Berichte über angebliche Begegnungen mir den
geheimnisvollen Schneemenschen. Die einheimischen Sherpas beschreiben den
Yeti als ein über zwei Meter grosses, rotbraun behaartes, schwanzloses
Wesen, das sich auf zwei Beinen fortbewegt, sich auf der Flucht jedoch auf
allen vieren bewegt. Er soll vorwiegend nachts unterwegs sein und hohe Laute
ausstossen. Diese Beschreibung lässt an den Orang-Utan denken, der freilich
nicht so riesig ist und der nicht im baumlosen Hochgebirge, sondern in den
bewaldeten Hochtälern wohnt.
Sollte es den mythischen Schneemenschen wirklich geben, dem selbst Reinhold
Mesner bei einer seiner letzten Himalaya-Expeditionen begegnet sein will,
liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um eine urtümliche
Primatenart handelt, die sich in abgelegenen Zonen erhalten hat. Solange das
Rätsel ungelöst bleibt, stellt die nepalesische Regierung Jagdlizenzen für
die Jagd auf den Yeti aus, und in Kathmandu kann man einen Yeti-Burger zum
Lunch verspeisen. |