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Das Wort geht auf den
tschechischen Schriftsteller Karel Capek zurück, der es im Jahre 1921 von
dem tschechischen robota = Arbeit ableitete und als Bezeichnung für einen
Arbeitsautomaten verwendete.
Im Gegensatz zu den seit der Antike bekannten Androiden ist die Aufgabe des
Roboters klar festgelegt: Er soll ein künstlicher Arbeitssklave sein. Als
solcher hat der Roboter nicht nur in der Science-fiction-Literatur Karriere
gemacht, sondern mittlerweile auch längst in der Realität unserer modernen
Arbeitswelt.
Aber obgleich der Roboter nur dazu da sein soll, dem Menschen zu dienen,
kommt immer wieder zum Ausdruck, dass dieser seinem selbstgeschaffenen
künstlichen Arbeitssklaven nicht so ganz über den Weg traut. Weiss der
Mensch doch aus seiner eigenen Geschichte, dass Sklaverei nicht selten zu
Sklavenaufständen führt ...
Isaak Asimov (1920-1992), ehemals Doktor der Philosophie und Professor für
Biochemie an der Universität Boston, auf den etwa 465 Buchveröffentlichungen
zurückgehen, die sich in ihren Themen von Shakespeare über die Bibel bis hin
zur Unendlichkeit des Weltalls erstrecken, und der gleichzeitig als der wohl
bekannteste wissenschaftlich orientierte Science-fiction-Autor wirkte, ist
der Begründer der Robotik, also jener Wissenschaft, die sich seit der
Entwicklung und dem Dasein von Robotern befasst.
Grundlage der Robotik sind die von Isaak Asimov formulierten und berühmt
gewordenen „Drei Gesetze der Robotik“, die da lauten:
-
Ein Roboter darf
keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass er zu
Schaden kommt.
-
Ein Roboter muss den
Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, diese Befehle stünden im
Widerspruch zum ersten Gesetz.
-
Ein Roboter muss
seine eigene Existenz schützen, solange er dadurch nicht in einen
Konflikt mit dem ersten oder zweiten Gesetz gerät.
Diese drei Gesetze
sollten nach Asimov jedem Robotergehirn einprogrammiert werden. Ein für den
gegenwärtigen Entwicklungsstand für Robotertechnik wahrscheinlich nicht
unbedingt notwendiges Vorhaben, was sich aber, angesichts der rasenden
Entwicklung, morgen schon ändern kann.
Nach Hans Moravec, Professor für Robotik und einer der renomiertesten
Forscher auf diesem Gebiet, wird die Roboterrevolution der nächsten
Jahrzehnte nach folgendem Fahrplan ablaufen:
2000-2010: Roboter rnit der Leisturrg heutiger Superrechner bauen andere
Roboter, liefern Waren, kochen und mähen Rasen. Ihre Intelligenz gleicht der
von Reptilien.
2010-2020: Mit verdressigtfacher Leistung erreichen Roboter den Intellekt
von Säugetieren. Sie lernen durch Erfahrung, reagieren auf Sprache und
lassen sich wie Zirkustiere „dressieren“.
2020-2030: Roboter leisten soviel wie Primaten. Sie simulieren ihre
Handlungen vor der Umsetzung. Bei Gefahr sind Korrekturen möglich - eine Art
Bewusstsein entsteht.
2030-2040: Menschlicher Intellekt ist erreicht. Roboter denken logisch, ihre
integrierte Datenbank repräsentiert die Welt.
Ab 2040: Die Roboter beginnen mit ihren Fähigkeiten, vor allem aber mit
ihrer Leistungskraft, die Menschen zu überflügeln.
Bei einer derartigen Vorschau drängt sich der Gedanke auf, ob sich der
Mensch auf Dauer der Herrschaft der Roboter wird entziehen können. Selbst
wenn ab einer gewissen Entwicklungsstufe jedem Roboterhirn die Asimovschen
Gesetze implantiert werden sollten, stellt sich doch die Frage, ob die
Roboter, deren eigene Fähigkeiten ja permanent steigen sollen, sich nicht
irgendwann einmal ihres Gängelbandes entledigen könnten und den Spiess
umdrehen.
Die Roboter haben daher eine ambivalente Wirkung auf uns. Einerseits besteht
der utopische Wunsch, zukünftige Roboter möchten uns, als eine Art
Heinzelmännchen, von allen lästigen Arbeiten befreien, andererseits verrät
einem ein dumpfes Gefühl, dass eben doch alles seinen Preis haben könnte.
Man ahnt, dass die Technik, die sich zunächst so nüchtern und rational
präsentiert, eine dunkle, zerstörerische Kraft in sich tragen könnte, welche
die Herrschaft über uns erstrebt. |