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Rabe (Galgenvogel) |
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Der Rabe und seine nahe
Verwandte, die Krähe, erfuhren im Volksglauben als „Galgenvogel“ eine
gewisse Dämonisierung. Hierzu mag das tiefschwarze Gefieder der Vögel
beigetragen haben, die Tatsache, dass sie auch Aas fressen, und ihre
krächzende Stimme. Sicher mögen sie mitunter auch eine am Galgen baumelnde
Leiche als Mahlzeit nicht verschmäht haben. Die Raben galten als
Unglücksboten und als Begleiter von Hexen, Teufeln und Untaten. Die Schüler
der schwarzen Schule und die Freimaurer sollen in Rabengestalt in der Loge
zusammensitzen. Wer die Hexen beim Sabbat belauscht, soll von einem Raben
verfolgt werden, und in zahlreichen Märchen erscheinen Zwerge, Trolle, oder
Waldgeister, wie z.B. Rübezahl in Rabengestalt. Zauberer sollen mit
Rabenblut schreiben, und die Körperteile eines toten Raben, wie sein Herz,
sollen sich für diverse magische Praktiken eignen. |
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