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Bedeutete bei den alten
Griechen soviel wie Schmarotzer. Diese Bedeutung ist bis heute erhalten
geblieben.
Der Parasit kann, wie etwa in der römischen Komödie, auch als witzige Figur
verstanden werden. Als parasitär gelten von alters her jedoch zahlreiche
Gestalten des Bösen: Der Teufel, der unsere Seele will, der böse Geist, der
von unserem Körper Besitz ergreifen möchte oder der Vampir, der nach unserem
Blut giert. Das Böse ist das, was uns berauben will, das uns in unserem
Leben und unserer Existenz gefährdet, da es unsere Kräfte raubt, um sein
eigenes Leben damit zu stärken oder widernatürlich zu verlängern. Es
umlauert und beobachtet uns aus dem Dunkel heraus, um von dort, für uns
unerwartet, seinen parasitären Angriff zu starten. Die Besitzergreifung kann
plötzlich, als Attacke vonstatten gehen z. B. Alien, aber auch langsam wie
ein schleichendes Gift, das an uns zehrt (z.B. der Horla).
Aber nicht nur die jenseitigen Bösewichter gelten als parasitär, auch die
diesseitigen werden gerne als Parasiten bezeichnet, so der Verbrecher oder
der Asoziale. Der Begriff Parasit ist auch immer wieder ideologisch
instrumentiert worden: der Aristokrat, der Kapitalist oder Jude, sie alle
wurden von ihren Gegnern gerne als Parasiten bezeichnet. |