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Der Begriff Nosferatu ist
abgeleitet von Nosferat = Untoter.
Der Name bürgerte sich ein durch den Film Nosferatu - Eine Symphonie des
Grauens, wohl der älteste erhalten gebliebene und sicherlich auch der
berühmteste Vampirfilm aller Zeiten. Er entstand 1921/22 in Deutschland
unter der Regie von Friedrich Wilhelm Murnau, mit Max Schreck in der
Hauptrolle und Fritz Arno Wagner und Günther Krampf an der Kamera. Das
Drehbuch wurde von Henrik Galeen frei nach Bram Stokers Roman Dracula (1897)
geschrieben, der 1908 erstmals in deutscher Übersetzung erschienen war. Bram
Stokers Text war damals noch urheberrechtlich geschützt, weshalb Murnau
Titel, Namen und verschiedene Handlungselemente abänderte. So wurde aus
Dracula der Graf Orlok bzw. Nosferatu, aus Jonathan und Mina Harket Thomas
und Ellen Hutter, das Schiff „Demeter“ benannte Murnau in „Empusa“ um, und
die Handlung verlegte er aus dem viktorianischen England in das Deutschland
der Biedermeierzeit. Dennoch blieb erkennbar, dass als Vorlage der Roman
Stokers gedient hatte. Florence Stoker, die allgemein als schwierig bekannte
Witwe des Autors, reichte denn auch prompt eine Klage ein, und nach einem
langwierigen juristischen Hin und Her erging 1925 ein letztinstanzliches
Urteil, wonach sämtliche Kopien des Films vernichtet werden sollten.
Glücklicherweise blieben dennoch einige Kopien des Films erhalten, dessen
Stärke in der Beschwörung des Unheimlichen und Befremdlichen liegt. Er
gleicht der Imagination einer anderen Welt, die in die vertraute Umgebung
einbricht. Werner Herzog fertigte 1979 ein Remake von Murnaus Meisterwerk
an, mit dem Titel: Nosferatu - Phantom der Nacht, mit Klaus Kinski in der
Hauptrolle. |