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(abgeleitet von persisch
mum = Wachs; arabisch mumia)
Es handelt sich um Leichen, die zur Konservierung mit Asphalt und anderen
Ingredienzen behandelt wurden. Die Sitte findet sich bei verschiedensten
Völkern und steht in einem innigen Zusammenhang mit dem Glauben an ein Leben
nach dem Tod. Am bekanntesten sind die Mumien Ägyptens. Diese gut erhaltenen
Leichen, die nach über zweitausend Jahren noch erkennbare menschliche Züge
tragen, wirken besonders faszinierend, da man unwillkürlich annimmt, es
könnte auch noch anderes geheimes Leben in ihnen stecken. Daher wohl auch
die zahlreichen Gruselfilme mit lebenden Mumien, die sich unvermutet aus
ihren Bandagen lösen.
Gerade im Zusammenhang mit neuzeitlichen archäologischen Grabungen
entstanden Gerüchte über unheilbringende Mumien, der „Fluch der Pharaonen“
sollte angeblich die Grabstörer treffen. Es ist nicht auszuschliessen, dass
die aufgefundenen Mumien Bakterien enthielten, die dann zu Krankheiten oder
vereinzelt auch zu Todesfällen geführt haben. Andererseits wurden auch Teile
von Mumien bis in das 17. Jahrhundert als „ägyptische Mumie“ arzneilich
verwendet und auch später noch als eine Art Allheilmittel vom Volk
angewandt. |