eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Monster, Dämonen, Gespenster, Geister
A  B  CD  EF  GH  IJK  LM  NOPQ  RS  TUV  WYZ
 

Monster

(engl. = Ungeheuer, abgeleitet von lat. monstrum) Was ist eigentlich ein Monster? Was erlaubt es, so verschiedene Gestalten wie Drachen, Greife und Werwölfe, Missgeburten und Hybridwesen, den Minotaurus, King Kong, Frankenstein und das Ungeheuer von Loch Ness mit dem Gattungsnamen Monster zu belegen? Eine Gemeinsamkeit der vielen als „monströs“ apostrophierten Wesen dürfte wohl in ihrer exzessiven Abweichung von der Norm physischer Integrität bestehen. Im körperlichen Extremismus des Monstrums verschränken sich die Sphären des Menschlichen und des Tierischen miteinander. Das Monster sprengt den gattungshaften Rahmen des Naturreiches, es ist nicht eindeutig einzuordnen und gehört häufig zur Gruppe der Mischwesen. Aber nicht nur Mensch und Tier und einzelne Tierarten untereinander purzeln beim Monster „monströs“ durcheinander. Das Monster ist auch häufig disproportioniert, sein Körperbau wirkt verrückt ist wie aus den Fugen geraten und nicht selten erschreckend überdimensional und riesig. Das Erscheinungsbild des Monsters ist ein Schlag ins Gesicht für das Empfinden des Idealen und Wohlgeformten. Es ist die Verneinung des Idealkörpers. Die körperliche Inferiorität des Monsters wird dabei fast durchweg in Bezug seiner Unermesslichkeit gesetzt zu seinen seelisch-geistigen Eigenschaften: Das Monster schaut monströs aus, weil auch seine Seele monströs geartet ist. Daher ist es auch für den Menschen so bedrohlich: es ist das Auflösende, das Widermenschliche, das sowohl Gottes Ordnung als auch der Ordnung der Natur widerspricht.
Die ausschliesslich negative Auffassung des Monstrums ist, menschheitsgeschichtlich gesehen, vergleichsweise modern - ein Ergebnis der naturfeindlichen und strikt ethischen Orientierung des Christentums, dessen klare Scheidung in Gut und Böse und dessen Trennung des Menschen von allen Tieren. Den alteuropäischen Hochkulturen hingegen galten Missgeburten als „monstra“ (vom lat. monstrare = zeigen), weil solche Wesen nach ihrer Anschauung auf kommende Ereignisse hinwiesen. Sie zeigten etwas Besonderes an. Dem chimärischen, zusammengesetzten Erscheinungsbild des Monstrums entsprach seine Zugehörigkeit zu zwei verschiedenen Ordnungen, einer realen und einer spirituell-jenseitigen: Als abnorme Kreatur ist das Monstrum ganz Äusserlichkeit, Oberfläche, Physis, doch gerade in seiner abnormen Äusserlichkeit verweist es noch auf etwas anderes, Geheimes und Kommendes. Das Monstrum ist ein Riss in dem Vorhang, der uns sonst von dem Geheimnisvollen und Jenseitigen trennt. In dieser älteren Monsterdeutung sind noch Elemente und Spuren frühmenschheitlich-heidnischer Tierverehrung erhalten.
Das heutige Monster hingegen, wie es insbesondere von der Populärkultur vermarktet wird, ist eine unersättliche, ins destruktive geleitete Triebnatur, die die gesellschaftlich tabuisierten und domestizierten Leidenschaften des Menschen stellvertretend für ihn selbst ausleben darf. Das Monster darf oder soll dann genau das tun, was nicht wenige von uns vielleicht auch ganz gerne mal tun würden, wenn sich ihnen nur die ungestrafte Gelegenheit dazu böte: nämlich vollkommen enthemmt fressen, saufen huren, vergewaltigen, abschlachten usw. Aufgrund seines Monsterstatus darf ein Monster das alles, es gehört bei ihm gewissermassen zum „guten Ton“. Das Monster verkörpert dann den seinen Trieben überlassenen Menschen, das Tier in uns, die Bestie, die hervorspringt, sobald die Zivilisationstünche von uns abfällt. Diese Monster sind gelöster Triebstau.

 

 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik