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Masochisten |
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Der Begriff Masochismus geht auf ein vom Sexualwissenschaftler Richard von Krafft-Ebing (1840-1902) geprägtes Wort zurück, das die Perversion des österreichischen Schriftstellers Leopold von Sacher-Masoch (1836-1895) beschreiben sollte, der in seinem Roman Venus im Pelz geschrieben hatte: „Für mich besteht ein eigenartiger Reiz im Leiden; die Tyrannei, die Grausamkeit und vor allem die Untreue einer schönen Frau steigern meine Leidenschaft.“ Wie beim Sadisten gibt es auch beim Masochisten unterschiedliche Ausprägungen seiner Veranlagung. Sie kann sowohl sexueller, als auch nichtsexueller Art sein. Allgemein gesagt findet der Masochist Vergnügen an Niederlagen, Erniedrigungen und Schmerzen. Eine Sonderform des Masochismus begegnet uns im religiösen Masochismus, wie er besonders im Mittelalter in der Gestalt des Geisslers oder Flagellanten verbreitet war. Der Flagellant geisselt zumeist seinen entblössten Oberkörper mit Peitschenhieben, um damit den Teufel und das „Böse“ aus sich zu vertreiben. Das „Böse“ ist dabei nicht selten mit sexuellem Verlangen gepaart. Der Kampf des Flagellanten richtet sich also vornehmlich gegen das eigene Triebleben und den dunklen Urgrund der Sexualität. Häufig wurde mit dem Geisseln wohl weniger das „Böse“ und die Lust vertrieben, sondern der Teufel fuhr vielmehr in einer pervertierten Form wieder in den Geissler ein: nämlich in Gestalt der oftmals exzessiven Lust des Masochisten, sich selbst zu quälen. |
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