|
Römischer Kriegsgott.
Entspricht dem griechischen Gott Ares.
Ursprünglich soll Mars eine italische Gottheit gewesen sein, die als
treibende Kraft in Wäldern, Fluren und Feldern für Fruchtbarkeit sorgte. Im
alten Rom avancierte er dann zu einem reinen Kriegsgott. Einer moderneren
Fassung nach soll Mars jedoch schon immer ein dunkler Gott des Todes und der
Unterwelt gewesen sein. Im antiken Rom, das bekanntlich viele Kriege führte,
nahm Mars einen hohen Stellenwert ein und war neben Jupiter und Quirinus der
wichtigste Nationalgott. Dem Mars Gravidus (der dem Heer in der Schlacht
voranschreitet) wurde ein Tempel an der Via Appia geweiht. Dem Mars Ultor
(Rächer) erbaute Augustus den in der Schlacht bei Philippi gelobten Tempel.
Auf dem Marsfeld in Rom fanden die grossen Heeresversammlungen statt. Der
Kriegsgott Mars war im Kult mit der Liebesgöttin Venus verbunden. Dies hatte
seine Wurzel vermutlich darin, dass Mars für das männliche und Venus für das
weibliche Prinzip stand. Eine Vorstellung, die auch auf die Planeten
übertragen wurde. Der rötlich schimmernde Planet erhielt seinen Namen von
dem Kriegsgott. Mars ist auch in der astrologischen Deutung derjenige, der
die Gewalt, Streitlust und rücksichtslose Durchsetzungskraft verkörpert.
Andererseits macht er die Menschen auch mutig und kraftvoll. Seine Zahl ist
die neun, sein Metall rotglühendes Eisen, sein Sitz die Galle und sein Tag
der Dienstag (franz. mardi, ital. martedi) und sein Monat ist der März (lat.
Martius). |