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Manen

Bei den Römern zunächst Bezeichnung für die Gesamtheit der in der Unterwelt waltenden Mächte, später, seit der Kaiserzeit, die Seelen von Verstorben, also die Totengeister.
Die Etymologie des Wortes ist nicht geklärt. Falls die Herleitung von manus (gut) zutrifft, wären die Manen die „guten Geister“. Darin könnte der Wunsch zum Ausdruck kommen, sich die vielleicht doch gefährlichen Geister der Toten geneigt zu stimmen. Der Begriff wird stets im Plural gebraucht, was eventuell als ein Hinweis auf die Vorstellung eines „Totengeisterkollektivs“ gedeutet werden könnte, das man sich ohne individuell Überlebende vorstellte. Auch da, wo Manen eindeutig auf eine Person bezogen wird, ist unklar, ob damit die Totengeister der Vorfahren des Verstorbenen gemeint sind oder ob an mehrere überlebende Seelen eines Individuums gedacht wird. Man glaubte, dass am 24. August, am 8. Oktober und am B. November, wenn der Mundus - eine mit Stein bedeckte Grube auf dem Forum in Rom - geöffnet war, die Totengeister des Nachts aus der Erdentiefe an die Oberwelt kamen. Zu ihrer Versöhnung feierte man am 21 . Februar das Fest der Feralien.
Manen konnte auch soviel wie Unterwelt und Schattenreich bedeuten.

 

 

 

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