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Monster, Dämonen, Gespenster, Geister
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Mahr

Das Wort Mahr leitet sich von dem althochdeutschen Begriff „mara“ (quälendes Nachtgespenst) ab. Es ist auch im englischen „nightmare“ und französischen „cauchemar“ enthalten.
Der Glaube an die Mahr, einen weiblichen, nächtlichen Druckgeist, ist seit dem 9. Jahrhundert bezeugt. Die früheste literarische Erwähnung findet sich in der Heimskringla, wo eine Zauberin als Mara den Schwedenkönig Vanlandi im Schlaf zu Tode drückt.
In vielen ihrer Eigenschaften ist die Mahr dem Alp, aber auch der Drude und dem Incubus und und Succubus verwandt. In dem aus dem Altfranzösischem stammenden Studentenabenteuer des Rüdiger von Müner Irregang und Girregar (14. Jh.) heisst es, „dich hat geriten der Mar/ ein elbisches as.“ Hier ist der Mahr männlichen Geschlechts und steht für einen Alptraum. Wahrscheinlich aufgrund sprachlicher Assoziationen wurde die Mahr häufig in Gestalt eines Pferdes (Mähre) oder Marders dargestellt. Im Volksglauben galt der Marder als „Seelentier“, das Pferd war Opfer- und Orakeltier, oft auch Unglücksbringer. Zum Teil wurden auch die auf Bäumen wachsenden Misteln Mahrennest genannt, da man glaubte, die Mahre würden auf Baummisteln nisten.

 

 

 

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