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Monster, Dämonen, Gespenster, Geister
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Luzifer, Luziferus, Lichtbringer

Laut Jesaja 14, 12 ist Luzifer der Morgenstern, der vom Himmel gefallen ist, da er in seinem Herzen gedacht hatte, hoch in den Himmel zu steigen und seinen Stuhl über die Sterne Gottes zu erhöhen. Bei Jesaja ist Morgenstern ein Sinnbild für den König von Babel, dessen Sturz er hier beschreibt.
ln Gleichsetzung mit Lukas 10,18 wo es heisst „ich sah wohl den Satanas vom Himmel fallen als einen Blitz“ wurde der lichtbringende Morgenstern zum Satan und damit zum Teufel als Lucibel zum bösen Gott der Katharer und zum Abgott der Luziferisten, der Adamiten und angeblich der Freimaurer.
In der jüdischen Überlieferung der späthellenischen Zeit gelten die Dämonen als Abkommen der gefallenen Engel und damit Luzifers. Sie vermischten sich mit den Töchtern der Menschen, wie es in Genesis 6,1-4 heisst, und aus dieser Verbindung entstanden die Riesen.
In der ausserbiblischen Tradition wird Luzifer als der oberste aller Engel aufgefasst, der sich gegen Gott erhob und deshalb mit Hilfe Michaels - dessen Namensbedeutung lautet: „Wer ist wie Gott?“ - in die Hölle gestürzt wurde, wo er bis zum jüngsten Tag angekettet ist.
Nach anthroposophischer Auffassung ist Luzifer neben Ahriman eine der beiden Hauptkräfte des Bösen. Während Ahriman den Menschen austrocknet und versteinert, soll ihn Luzifer befeuern. Alles, was den Menschen mit Begeisterung für hohe Ziele erfüllt, was ihn beschwingt, sollen Gaben Luzifers sein. Musik, Kunst, Dichtung gelten als Produkte luziferischen Geistes. Ähnlich wie Prometheus hat demnach Luzifer das Feuer und das Licht auf die Erde gebracht. Aber Luzifer umnebelt zugleich das Denken und zieht den Menschen in eine Scheinwelt hinein. Luzifer bietet Glut statt Wärme. Luziferisch soll jede Art von Rausch sein, gleichgültig oh z.B. durch Drogen bedingt oder durch ldeale hervorgerufen. Als luziferische Eigenschaften gelten: Eitelkeit, Hochmut, Selbstüberschätzung und jede Art von Liebe, die auf Selbstgenuss aus ist.
Aufgrund seines ambivalenten Charakters und seiner attraktiven Züge ist der „gefallene Engel“ in der Kunst nicht selten als schöner Jüngling, manchmal mit einer melancholischen Beimischung, dargestellt worden.

 

 

 

 

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