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Lorelei

Rheinfelsen, seit 1607 als „Lorelei“ bezeugt, berühmt durch sein Echo.
Die Gestalt der dort sitzenden goldhaarigen Jungfrau, die mit ihrem überirdisch schönen Gesang die Schiffe ins Verderben lockt, ist nicht, wie häufig angenommen, der Volkssage entsprungen, sondern geht auf den romantischen Dichter Clemens Brentano (1778-1842) zurück.
In seinem Roman Godwi oder das steinerne Bild der Mutter (1802) ist von der Lorelei als einer schönen, dämonischen Verführerin die Rede, die alle Männer betört, weshalb der Bischof sie ins Kloster verbannen will. Unterwegs dorthin stürzt sich die Lorelei von jenem Felsen im Rhein, der seitdem der ihrige ist. Dieser durch seine besondere Echowirkung bekannte Felsen regte sicherlich dazu an, Lorelei Zaubergesang zuzuschreiben. Das Motiv, Schiffe durch Gesang ins Verderben zu locken findet sich bereits bei den Sirenen. Im Rheinmärchen wird die Lorelei zur Wasserfrau und zum Symbol ewiger Schönheit. Grosse Popularität erlangte die Figur der Lorelei durch Heinrich Heines gleichnamiges Gedicht von 1824, das durch die Vertonung von Friedrich Silcher zu einem der bekanntesten deutschen Volkslieder wurde.

 

 

 

 

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