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Kunst, Monster in der Bildenden |
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Bildende Künstler haben
oft weit prägendere und glaubwürdigere Zugänge zur Dämonenwelt geschaffen
als Theologen und Philosophen. Erst die Geschöpfe ihrer bildnerischen
Gestaltungskraft konnten in das menschliche Kollektivgedächtnis hineinsinken;
denn rein begriffliche und dogmatische Definitionen entziehen sich dem
lebendigen und teilnehmenden Nacherlebnis.
Monster, Dämonen, Hexen und böse Zauberer begegnen uns seit den frühesten
Menschheitstagen in fast allen Kulturen. Die christliche Kunst des
Mittelalters ist nahezu überbevölkert von unheilvollen Gestalten aller Art.
Zumeist ist das Böse hässlich und von abstossendem Äusseren. Doch gibt es
Ausnahmen: Der Teufel, als Luzifer und Lichtträger einst Gottes liebster
Engel, ist ebenso unendlich schön wie er als Höllenfürst unendlich hässlich
ist.
Die Hässlichkeit und Bizarrerien der Höllenkreaturen haben besonders
Hieronymus Bosch (ca.1450-1516) und der „Höllenbreughel“ (1564-1638)
gebannt. Renaissance und Aufklärung vergällten dem Teufel und seinen
Konsorten das Dasein in der bildenden Kunst etwas, doch mit der Romantik und
dem Symbolismus konnte das Höllengelichter in z.T. neuer Gestalt wieder
verlorenes Terrain zurückerobern. Auch im Surrealismus geht es darum, die
verborgenen und auch dunklen Schichten im Menschen freizulegen. In der
Gegenwart hat sich die Kreativität der Monstererschaffung von der
Malerleinwand vor allem auf die Kinoleinwand verlegt. |
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