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In Schottland bekannter
Wassergeist, der an Flüssen spukt.
Er soll die Gestalt eines wild aussehenden Mannes haben, doch seine
besondere Vorliebe besteht darin, unvorsichtigen und ahnungslosen Passanten
in Pferdegestalt zu erscheinen und sie zu einem Ritt auf seinem Rücken
einzuladen. Dieser wird dann mit einem jähen Sturz ins kalte Wasser beendet
und der Reiter ertränkt. Bei stürmischem Wetter hört man den Kelpie
umherstreifen, während er seltsame und unheimliche Klagelaute von sich gibt.
Wenn er in den Fluss springt, soll sein Schweif das Wasser mit Donnerschall
peitschen. Zu der Legende des Kelpie gehört die Behauptung, man könne sich
den Wasserdämon einfangen und dienstbar machen, indem man ihm den
Hochzeitsschleier einer Braut überwerfe. Doch es sei davor gewarnt, denn
sollte der Schleier jemals verlorengehen oder entwendet werden, flieht der
Kelpie und spricht einen Fluch über seinen ehemaligen Herrn und dessen
gesamte Familie aus. Eine gute Quelle zum Volksglauben des Kelpie bietet das
Buch Popular Superstitions of the Highlanders of Scotland (1823) von Stewart
W Grant.
Als Verwandter des Kelpie kann der Nuggle gelten, der sein Unwesen auf den
Shetlandinseln treibt, dort jedoch passenderweise die Gestalt eines Ponys
innehat. |