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Jack der Schlitzer,
mythenumrankter Prostituiertenmörder aus dem spätviktorianischen England.
Im Jahre 1888 hatte der Ripper im Londoner Bezirk Whitechapel fünf Damen vom
ältesten Gewerbe der Welt auf bestialische Art und Weise hingeschlachtet.
Die Frauen wurden von Jack the Ripper immer erst erwürgt, dann aufgeschlitzt
und schliesslich zerstückelt. Dabei ging der Ripper mit jedem Mord brutaler
vor.
Shirley Harrison schreibt in dem von ihr herausgegebenen Tagebuch von Jack
the Ripper (1994) zu der letzten hingerichteten Leiche der 25jährigen
Prostituierten Mary Jane Kelly: „Auf dem blutgetränkten Bett lag all das,
was von dem Leichnam der jungen Frau übrig war. Sie war bis auf ein kurzes
Unterhemd nackt. Jemand hatte sich grosse Mühe gegeben, ihr den Kopf
abzutrennen. Ihr Bauch war tief aufgeschlitzt, Nase, Brüste und Ohren waren
abgeschnitten, und Hautfetzen vom Gesicht und von den Schenkeln lagen neben
der Leiche. Die Nieren, die Leber und andere Organe waren um den Leichnam
herum arrangiert, dessen weit aufgerissene Augen aus einem entstellten
Gesicht herausstarrten, das keine menschlichen Züge mehr erkennen liess.“
Der Fast Londoner Advertiser stellte 1888 in Bezug auf die vom Schlitzer
begangenen Morde fest: „Es ist derart unmöglich, diese abstossenden
Bluttaten auf irgendeine gewöhnliche Ursache zurückzuführen, dass sich der
Verstand beinahe instinktiv Theorien über okkulte Kräfte zuwendet und Mythen
der Vorzeit vor dem geistigen Auge erscheinen. Gespenster, Vampire,
Blutsauger ... nehmen Gestalt an und bemächtigen sich der erregten
Phantasie.“
Selbst Bram Stoker liess sich bei der Abfassung seines Dracula von Jack the
Ripper inspirieren. Was den Ripper-Mythos weiter nährte ist die Tatsache,
dass der Täter nie ermittelt werden konnte. Erst über 100 Jahre später
führten die Spuren zu einem Liverpooler Geschäftsmann namens James Maybrick,
dessen entdeckte Tagebücher - vorausgesetzt sie sind echt - vermuten lassen,
dass er Jack the Ripper war. Maybrick selbst nahm übrigens auch ein
vorzeitiges Ende. Er wurde von seiner 26 Jahre jüngeren Ehefrau nämlich
nicht nur nach Strich und Faden betrogen, sondern zu guter Letzt auch noch
vergiftet. |