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Der Begriff geht auf den
französischen Arzt, Schriftsteller und Philosophen Julian Offray de La
Mettrie (1709-1751) zurück.
La Mettries „Maschinenmensch“ hat seine Wurzeln im mechanistischen Weltbild
des Philosophen und Mathmatikers Rene Descartes (1596-1650). Descartes
wandte die Gesetze der Mechanik und Chemie auf das Weltall, die Erde, aber
auch auf die lebenden Körper an. Tiere und Pflanzen waren für ihn nichts
weiter als komplizierte Maschinen. Einzig der Mensch besass dazu noch eine
von Gott eingehauchte Seele. La Mettrie hatte in seiner Schrift l`homme
machine (1748) im Grunde nichts weiter getan, als die Theorien Descartes
konsequent auf den Menschen zu übertragen. Indem er Gott und die Seele
abschaffte, blieb vom Menschen schliesslich nicht mehr übrig als eine
Maschine. Wenn das Tier eine Maschine sei, erklärte er, dann sei auch der
Mensch eine Maschine, nur mit einem etwas komplizierteren Mechanismus: „Der
Mensch ist ein Tier - oder eine Vereinigung von "Triebfedern, welche sich
durch gegenseitigen Einfluss verstärken.“ Die Konsequenz bedeutete: Wenn der
Mensch eine Maschine war, dann musste sich auch der perfekte künstliche
Mensch erschaffen lassen. Ausser von den Schriften Descartes hatte sich La
Mettrie von der im 18. Jahrhundert bewunderten Automatenkunst des Jacques de
Vaucansons inspirieren lassen. |