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Figur aus John Ronald
Reuel Tolkiens (1892-1973) Sagenwelt Herr der Ringe.
Gollum, einst Smeagol genannt, entstammt ursprünglich dem gutartigem Volk
der Hobbits. Doch als sein Vetter Deagol beim Fischen zufällig einen Ring
findet, gerät Smeagol in den Sog des bösen Zaubers, der von dem Ring
ausgeht. Er erschlägt seinen Vetter und nimmt den Ring an sich. Aber er
erweist sich dem Ring als nicht gewachsen. Die Macht des Ringes verlängert
zwar sein Leben, aber ergreift vollkommen Besitz von ihm, entstellt ihn und
bringt ihn um den Verstand. Aus Smeagol wird Gollum - ein lautmalendes Wort
für die zischenden Geräusche, die er beim Sprechen ausstösst. Fünf
Jahrhunderte verkriecht sich Gollum, der durch den Ring der dunklen Macht
lichtscheu geworden ist, in Tümpeln und Höhlen tief unter der Erde, wo er
sich von Aas nährt. Seine Haut wird dabei dunkel und schleimig, sein Körper
reptilienhaft dünn, seine Augen zu froschartigen Glotzaugen. Sein Charakter
nimmt dabei mindestens ebenso schleimige Züge an wie sein Äusseres.
Schliesslich entwendet der Hobbit Bilbo Beutlin Gollum den Ring. Daraufhin
setzt Gollum alles daran, den Ring wieder zu bekommen. Wie ein Süchtiger
nach seinem Stoff giert, so giert Gollum nach dem Ring. Als er dem neuen
Ringträger, Frodo Beutlin, den Ring vom Finger beissen will, fällt er
mitsamt seiner kostbaren Beute rückwärts in den feurigen Schlund eines
Vulkans. Der Ring, dessen Sklave Gollum war, wird zu seinem endgültigen
Verderben. |