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Schöpfung des
französischen Romanciers Victor Hugo (1802-1885).
In dessem 1831 erstmals erschienenen gleichnamigen Roman, der zugleich eine
faszinierende Beschwörung des spätmittelalterlichen „gotischen“ Paris
enthält, bildet der bucklige, hässliche, lüsterne, aber zugleich rührende
Glöckner von Notre Dame die zentrale Figur eines dramatischen Geschehens.
Der missgestaltete Glöckner, dessen Name Quasimodo ist, betet die schöne,
elfenhafte Zigeunerin Esmeralda an, die ihn jedoch abweist und für ihn
unerreichbar bleibt. Als Esmeralda aufgrund eines Intrigenspiels als Hexe
gehängt wird, stürzt Quasimodo den dafür verantwortlichen Dompropst - der
sein eigener Ziehvater ist - von einer Turmgalerie der Kathedrale in die
Tiefe.
Er selbst, das „treue Monstrum“, sucht den Tod am Grab seiner geliebten
Esmeralda.
In der Gestalt des Glöckners von Notre Dame hat Victor Hugo das Groteske und
Grobschlächtige mit dem Sublimen und Anrührenden vereint.
Es konnte natürlich nicht ausbleiben, dass Quasimodo auch von Hollywood
entdeckt wurde. 1923 lag The Hunchback of Notre Dame als Stummfilm vor, mit
Lon Chaney in der Titelrolle. 1956 läutete Quasimodo in einer
französisch-italienischen Co-Produktion erneut die Glocken. Gina
Lollobrigida spielte dabei die schöne Esmeralda, während Anthony Quinn
eindrucksvoll den tragischen Part des Glöckners mimte. |