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Namenloses Monster im
gleichnamigen Roman (1986) von Stephen King.
Vor Äonen kam „Es“ aus der Tiefe der Galaxis auf die Erde und haust jetzt
unter der idyllischen Kleinstadt Derry. Dort träumt und schläft es, aber
Teile von seinem „Es“ können auch in den Wachzustand entlassen werden und
dann brutal in die Realität eingreifen. Dann verspeist „Es“ mit Vorliebe
unschuldige kleine Kinder. Da es seine Gestalt verändern kann, erscheint es
ihnen als der vertrauenserweckende Clown Pennywise. Tatsächlich ist das
Monster aber zunächst von unfassbarer Gestalt, bis es sich am Ende der
Geschichte etwas schlicht als Riesenspinne entpuppt. „Die Spinne aus einem
Jenseits von Zeit und Raum, eine Spinne jenseits der schlimmsten Alpträume
und Visionen von der tiefsten Hölle.“
Sehr wahrscheinlich hat sich King bei seinem Roman von der Freudschen
Deutung des „Es“ inspirieren lassen. Das Es ist das gewaltige Unbewusste in
uns, das von den geheimen Kammern unserer Seele aus unser „Bewusstsein“
steuert und zu unvorhergesehenen Taten verleitet. Kings Monster, scheinbar
aus den Tiefen der Galaxis kommend, steckt also in unseren eigenen Tiefen
verborgen. Dieses monströs destruktive Triebwesen hat King geschickt mit
unserem „aufgeklärten“, freundlichen Tagbewusstsein konfrontiert, indem er
es sich in der harmlosen Idylle einer amerikanischen Kleinstadt inkarnieren
liess.
Das „Es“ spielt auch in der Heftroman-Reihe Perry Rhodan eine Rolle. Dort
handelt es sich allerdings um ein gewaltiges Potential aus dem Bewusstsein
eines uralten Volkes. Zumeist tritt es in der Gestalt einer leuchtenden
Spirale oder eines alten Mannes auf. „Es“ vertritt eine Superintelligenz,
deren Entwicklungsweg sich nach beiden Richtungen wenden kann: zum Guten,
aber auch zum Bösen. |