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Der Dschinn, bekannt aus
den Märchen von Tausendundeiner Nacht, ist vergleichbar einem Lampen- oder
Flaschengeist.
Meist in einem Messinggefäss oder Fingerring eingeschlossen, kann er von
seinem Besitzer daraus hervorgerufen werden, wenn seine Dienste verlangt
werden. Der Dschinn verfügt über grosse Kräfte. Bezüglich seiner Herkunft
nimmt man an, dass er zu einer Gattung von Geistern zählt, die aus dunklem
Feuer ohne Rauch gemacht seien. Es gibt aber auch die Überlieferung, der
Dschinn könne durch einen menschlichen Schatten, den das Kerzenlicht wirft,
entstehen. Jedenfalls sind Dschinns luftige Formationen, die sich als Wolken
oder Säulen präsentieren. Sie können durch Mauern schreiten und so hoch in
den Himmel fliegen, dass es ihnen dort möglich ist, den Gesprächen der Engel
zu lauschen. Mit diesem Wissen sollen sie Magiern und Hellsehern behilflich
sein. In einigen Überlieferungen wird ihnen der Bau der Pyramiden oder des
Tempels von Jerusalem zugeschrieben. Doch nicht immer ist der Dschinn
hilfreich. Die Ägypter glauben, die Dschinn seien die Ursache der Sandstürme
und manchmal, so heilst es, belästigen die Dschinn Menschen, indem sie
Steine werfen oder schöne Frauen rauben. Dagegen hilft, den Namen Allahs
anzurufen. Als eine niedrige Gattung des Dschinn gilt der Ghul, der auf
Friedhöfen menschliche Leichen verzehrt. |