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Geheimnisumwitterte
ausserirdische Monströsität.
Schöpfung des amerikanischen Horrorautors Howard Phillips Lovecraft
(1890-1937). Die Figur taucht zum erstenmal fest umrissen in der Erzählung
The Call of Cthulhu (1928) auf und wird von Lovecraft in der Folge zu einem
eigenen Mythos ausgebaut. Zeitungsausschnitte und Tagebucheintragungen, ein
fester Bestandteil der späteren Cthulhu-Geschichten, verleihen dem Mythos
einen schein-dokumentarischen Hintergrund.
Der Grundgedanke des Cthulhu-Mythos ist, dass vor Äonen von Jahren das
Universum, und damit auch die Erde, von einer fremden, vollkommen
andersgearteten Rasse beherrscht wurde, den sogenannten Elder Beings. Diese
Herrschaft zerbrach, doch wurden die alten Wesen, wozu auch Cthulhu zählt,
nicht vernichtet, sondern wurden eingesperrt bzw. versanken in einen tiefen
Schlaf. Sie träumen jedoch von ihrer Rückkehr oder betreiben sie aktiv,
wobei sie von einem nie ganz von der Erde verschwundenem Geheimkult
unterstützt werden. Dämonische Wesen stehen in ihren Diensten, und einige
nur in wenigen Exemplaren vorhandene Bücher berichten von ihrer Existenz und
von den Möglichkeiten, Kontakt zu ihnen oder ihren Helfershelfern
aufzunehmen.
Das berühmteste dieser Bücher ist das Necronomicon, angeblich verfasst von
dem wahnsinnigen Araber Abdul Alhazred.
Lovecraft ist es mit seinem Cthulhu Mythos gelungen, die Angst vor dem
Fremden auf eine ganz neuartige Weise darzustellen. Klassische Elemente der
Gothic Novel verbinden sich bei ihm mit solchen der Science-fiction. Aber
ebenso die in den 20er und 30er Jahren auch in den USA populären
Rassevorstellungen von einem biologischen Niedergang und schleichender
genetischer Unterwanderung sind im Cthulhu-Mythos präsent. |