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Bäume, Baumgeister

Eine Scheu und Ehrfurcht vor Bäumen, da man in ihnen beseelte Kräfte am wirken glaubte, geht bereits auf heidnische Zeiten zurück. Dieser Volksglaube spielte bis ins 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Bis dahin war es Brauch, dass der Holzhacker dem Baum, den er fällte, Abbitte leistete, da er davon überzeugt war, dass eine arme Seele darin hause, die im Baumstrunk fortleben müsse, wenn er ihr nicht durch seine Abbitte Erlösung bringe.
In manchen Gegenden gilt der Baum auch als Ort der Kinderherkunft. Ein Gedanke, der verständlich wird, wenn man an die Wachstumskraft der Bäume denkt. Es fällt auch nicht schwer, sich vorzustellen, dass manche Bäume spuken.
Die unheimliche Stimmung, die von Bäumen ausgehen kann, beschreibt Elliott O'Donnell in seinem Buch Trees of Ghostly Dead (1958): „Ihre phantastische Form, die verschlungenen und knorrigen Äste können die unerfreuliche Erinnerung an Knochenarme mit langen, gekrümmten Fingern wachrufen, die sich ausstrecken, als wollten sie einen gleich ergreifen. Das Rascheln der Blätter im Wind klingt wie flüsternde Laute, und das Pfeifen und Jaulen des Windes klingt wie das Schreien und Wehklagen verlorener Seelen.“

 

 

 

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