| Welt, die |
| Die 21. Karte der grossen Arkana des Tarot. Auf der Karte ist eine Frau inmitten eines grossen Kranzes abgebildet. In den vier Ecken sind die Symbole der vier Evangelisten: Mensch (Matthäus), Adler (Johannes), Stier (Lukas) und Löwe (Markus) dargestellt. Den Kranz deutet man als Heiligenschein. Schon die hinduistischen Götter wurden mit einem solchen Kranz umgeben, der eine Art von „Kraftfeld“ um ihren Körper markiert. In hellenistischer Zeit wird Mithra mit einem solchen Strahlenkranz umgeben, auf dem die zwölf Tierkreiszeichen abgebildet sind. Dieser Zodiakalkreis ist das Symbol des Makrokosmos oder Universums, in dem der Mensch gleichsam eingebettet ist und dessen Spiegelbild er ist. Deshalb heisst die Karte auch „Die Welt“. Wir wissen heute aufgrund der Kirlianfotografie, dass der Mensch von einem Energiefeld (Aura) umgeben ist und sehen in dem Heiligen Kreis bzw. dem Zodiakalkreis eher eine Bestätigung des Phänomens, dass medial begabte Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen solche Kraftfelder wahrgenommen haben. Diese Frau in dem Ährenkranz wird auch als die griechische Göttin Persephone gedeutet, die in die Unterwelt hinabstieg. Sie ist gleichsam das Symbol für Leben und Tod. Im kabbalistischen Lebensbaum entspricht ihr der Pfad zwischen Malkuth (das Reich) und Jesod (Fundament). |
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