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Esoterik, Grenzwissen
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Mystik, Augen und Mund schliessen

Bezeichnung für das Streben nach unmittelbarer Vereinigung mit Gott.

Im Unterschied zur Magie wird die Berührung und das Einswerden mit der Gottheit nicht durch aktive Einflussnahme erstrebt, besonders aber verzichtet der Mystiker darauf, Macht über andere Menschen zu erlangen.

In der modernen Esoterik ist die Mystik transpersonal, d.h. sie überschreitet den Verstand und das Ich, während die Magie präpersonal und prärational ist, weil sie ein Entwicklungsstadium vor der Ausbildung des Verstandes repräsentiert.

Um dieses Ziel zu erreichen, bedient sich der Mystiker der Intuition, Kontemplation und der Ekstase.

In der spätantiken und mittelalterlichen Mystik wird dieses Streben, sich mit der Gottheit zu vereinigen, als Via contemplativa („Weg der Kontemplation“) bezeichnet.

Der Gegensatz dazu ist Via activa („Weg des tätigen Lebens“).

 

Die Via contemplativa besteht aus drei Stufen:

Via purgativa = „Reinigung“, indem sich der Mensch von den Sünden und allen Hindernissen befreit, die das Einströmen der göttlichen Gnade in seine Seele verhindern

Illumination = „Erleuchtung“

Unio mystica = Vereinigung mit Gott, der sich der Seele unmittelbar mitteilt. Dies bedeutet jedoch nicht eine Identität von Gott und Mensch.

  

 

 

 

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