| Meditation, nachsinnen |
| Ein Sammelbegriff für verschiedene Arten der Bewusstseinserweiterung, der Innenschau und der Ausübung der Mystik, die in den östlichen Weisheitslehren (Hinduismus, Buddhismus, Sufismus, Zen) und im Christentum als praktizierte Mystik eine lange Tradition haben. Voraussetzung ist, dass der Verstand, das Gefühl und der Körper völlig zur Ruhe kommen. In der Regel wird dies dadurch erreicht, dass der Meditierende eine bestimmte Sitzhaltung (Yoga) einnimmt. Es gibt aber auch die Bewegungs-Meditation, die durch den Gruppentanz (Sufismus), durch Schattenboxen (Tai Chi) oder wilde Tanzbewegungen wie in der Dynamischen Meditation des Bhagwan ausgeübt wird. Erstrebtes Ziel ist entweder ein Zustand der Überwachheit (Buddhismus) oder eine Absenkung des Bewusstseins (Mystik). Durch Messung der Gehirnwellenaktivitäten (Bewusstseinserweiterung, Biofeedback) lässt sich die positive Wirkung der Meditation nachweisen. In der Praxis wird die Meditation ausser durch bestimmte Körperhaltungen durch bewusstes und kontrolliertes Atmen ausgeübt. Die Atemtechniken führen am schnellsten den gewünschten psychischen Zustand herbei, weil der Atem gleichsam ein Bindeglied zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein ist. Dazu kommen in der Zen-Meditation paradoxe Sätze (Koan) und im Yoga geometrische Figuren (Mandala) oder Silben (Mantra, Om). |
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