| Krishnamurti, Jiddu |
| Indischer Philosoph und Guru. Die beiden Theosophen Leadbeater und Besant glaubten 1909, in dem erst 15jährigen Krishnamurti, einem Sohn von Brahmanen, den kommenden Maitreya und Christus zu erkennen. Sie adoptierten ihn und gründeten eigens für ihn den Orden „Order of the Star“ (Orden des Sterns) in der Theosophischen Gesellschaft. 1910 erschien unter dem Namen Alkyone die erste seiner Schriften At the Feet of the Master, (deutsche Übersetzung: Zu Füssen des Meisters). Vermutlich waren aber Besant und Leadbeater die Autoren. 1929 erklärte er, dass er nicht der kommende religiöse Führer sei, sagte sich von der Theosophie los und löste den Orden auf. Die Krishnamurti-Bewegung spaltete die Theosophische Bewegung. Die deutsche Gruppe trat fast geschlossen zu den Anthroposophen über. Krishnamurtis Lehren basieren auf der Erkenntnis, dass der Mensch sich zunächst von allen Glaubenssystemen befreien müsse, um zur Selbsterkenntnis zu gelangen. Wichtig für jeden Menschen sei, sich von den Fesseln des Ichs zu lösen. |
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