| Kräutermedizin |
| In der Heilkunde aller Völker nehmen Kräuter einen wichtigen Platz ein. Schon mehrere Jahrtausende vor Christus waren Heilkräuter in China, Indien und im Alten Orient bekannt. Die früheste schriftliche Erwähnung von Kräutern findet sich in einem Papyrus aus Ägypten (1500 vor Christus). In den alten Hochkulturen wurden Kräuter als etwas Göttliches verehrt. Ihre Entdeckung schrieb man den Göttern oder Wesen aus der Mythologie zu. Die Kenntnis der Heilkräuter erlangten die Menschen bei der Nahrungssuche und durch Beobachtung der Tiere, die bei Krankheiten gewisse Kräuter fressen sollten. Als die Umweltzerstörung noch nicht so weit fortgeschritten war, wuchsen diese Kräuter in der Nähe der menschlichen Siedlungen, was ein Beweis dafür ist, dass sie systematisch angebaut wurden. Eine besondere Wertschätzung genossen die Frühlingspflanzen, da sie gleichsam die Lebenskraft der „kräutertragenden“ Erde symbolisierten, die in vielen Kulturen als Fruchtbarkeitsgöttin verehrt wurde. Mit diesen Frühlingskräutern sind sehr alte magische Riten verbunden. Von grosser Wichtigkeit war die Zeit, zu der die Kräuter gesammelt wurden. Da jede Pflanze unter der Herrschaft eines Planeten stand, konnten sich ihre Heilkräfte nur entfalten, wenn das betreffende Gestirn auch dominierte. In den alten Quellen findet sich meistens die Vorschrift, dass man solche Pflanzen vor dem Aufgang der Sonne sammeln solle. Die heilige Hildegard empfiehlt als geeigneten Zeitpunkt den zunehmenden Mond. In Europa geniesst der Johannistag (24. Juni) oder die Johannisnacht für das Sammeln das höchste Ansehen, weil zur Sonnenwende die magischen Kräfte ihren Höhepunkt erreichen. Die Signaturenlehre, die in der Medizin des 16. und 17. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielte, versuchte, die Heilkräfte der Pflanzen anhand von geheimen Sinnzeichen (Signaturen) zu erkennen. So soll das Mondkraut Tumore heilen, weil es dem Krebs ähnelte. Das Bingelkraut, das als Kräutermedizin Knoten hat, heilt Gichtknoten. Die weiss gefleckte Birkenrinde ist nicht nur wirksam gegen Sommersprossen, sondern heilt auch alle Formen von Gesichtskrankheiten. Nach den heutigen Erkenntnissen beruht die Wirksamkeit der Heilkräuter auf ihrem Gehalt an Stickstoffverbindungen (Alkaloiden), Glykosiden (Zuckerverbindungen), Gerbsäure, die zusammenziehend wirkt, sowie an Harzen, Ölen, Fetten, Kohlenhydraten, Klebstoffen, Proteinen, Enzymen, Vitaminen und Pythohormonen. |
Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung
Beste Internetadressen Multimedia Kunst Zukunftsdeutung & Astrologie Esoterik & New Age Traumdeutung
Magie & Märchen & Mystik Grenzwissenschaften Hexenwesen Dunkles im Netz Parapsychologie & Okkultismus etc.
Religion & Spiritualität Alte Kulturen UFO`s & Phänomene Meditation, Licht, Fortleben
Heilmethoden, -therapien, Wellness Aus-, Weiterbildung & Organisationen
Esoterisch-spirituelle Lexika Lexikon der Parapsychologie Lexikon der Esoterik