| Karma, Tat |
| Zentraler Begriff des Hinduismus, Buddhismus und Jainismus, der die Grundlage der Seelenwanderungslehre bildet. Gute und böse Taten führen zu einem entsprechenden Wiedergeborenwerden. Jede Tat ist die Wirkung einer Ursache und ihrerseits die Ursache einer Wirkung. Der gesamte Ablauf vollzieht sich in einem Kreislauf (Samsara), dem alles Sein und nach buddhistischer Auffassung auch die Götter unterworfen sind. Dieser Kreislauf findet kein Ende, weil alles an das Verlangen zu leben, d. h. zu handeln, gekettet ist und immer ein neues Karma geschaffen wird. Die Folge dieses Kreislaufs ist ein Leiden. Eine Befreiung (Moksha) davon ist nur möglich, wenn man sich des Handelns enthält und keine die Wiedergeburt erzeugenden Taten schafft. Im Hinduismus und Buddhismus geschieht dies durch die Erkenntnis der wahren Natur der Dinge und ihrer Verkettung durch das Karma Der Jainismus glaubt, dass das Karma, welches die Seele verunreinigt, nur durch Askese ausgeschieden werden kann. |
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