| Gebelin, Court de |
| Französischer protestantischer Pfarrer, Freimaurer und Gelehrter. 1773 gründete er den Orden „Göttlicher Orden der Philalethen“, der sich mit den Visionen Swedenborgs befasste. Gebelin setzte sich auch für Mesmer und seine Lehre ein. In seinem enzyklopädischen Monumentalwerk Le Monde primitif, das 1773-1778 erschien, stellte er die Behauptung auf, dass das Tarot ägyptischen Ursprungs sei. Als Beweis führte er an, dass das Wort „Tarot“ im Ägyptischen „der königliche Weg“ bedeutet. Die ägyptischen Priester hätten ihr geheimes Wissen in die Form eines Kartenspiels gekleidet, um es vor dem Untergang zu bewahren. Die Zigeuner, die man zu dieser Zeit irrtümlich als Nachfahren der Ägypter ansah, hätten die Tarot-Karten in Europa bekanntgemacht. Gebelin sah schon die mögliche Verbindung der 22 Arkana mit den 22 Buchstaben des hebräischen. Alphabets. Diese Erkenntnis gab dann den Anstoss, die Tarotkarten im Sinne der Kabbala zu interpretieren. |
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