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Esoterik, Grenzwissen
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Dualismus, Zweiheitslehre

In der Religionsgeschichte die Erklärung der Zustände in der Welt durch zwei Gottheiten oder Prinzipien.

Bekannt ist der iranisch-zoroastrische Dualismus, der einen guten (Ahura Mazda) und einen bösen Gott (Ahriman) an den Anfang des Weltgeschehens stellt und dieses von dem Kampf der beiden beherrschen lässt, bis der gute Gott mit der Hilfe seiner Anhänger am Ende der Zeiten den Sieg davonträgt.

Der Dualismus der indischen Philosophie (Dvaita) lehrt, dass Gott und die Lebewesen für alle Zeiten verschieden sind.

Von grossem Einfluss auf das abendländische Denken war der ontologische und metaphysische Dualismus des griechischen Philosophen Platon. Er unterscheidet zwischen zwei Seinsebenen:

den ewigen Ideen und ihren vergänglichen Abbildern, die den Kosmos bilden.

Von diesen Formen unterscheidet sich der Dualismus der Gnosis. Durch die negative Bewertung der sichtbaren Welt und ihrer Urheber ist er antikosmisch. Die Neuplatoniker (z. B. Plotin 3. Jahrhundert nach Christus) warfen deshalb den Gnostikern eine Verteufelung des Kosmos vor. Wenngleich auch die Welt nicht vollkommen sei, so habe sie trotzdem Anteil am höchsten Sein und sei ein Produkt des göttlichen Weltplanes.

 

 

 

 

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