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Drogen, psychotrope

Eine Sammelbezeichnung für die Inhaltsstoffe von Pflanzen, die auf die Psyche und den Körper eines Menschen nachhaltig einwirken können (psychoaktiv).

Umfassender aber ist die Bezeichnung psychotrop (griech.. „bewusstseinsverändernd“), weil sie sich nicht nur auf die Aktivierung des Bewusstseins bezieht, sondern auch auf die beruhigende (sedative) Wirkung der Droge.

 

Andere gebräuchliche Bezeichnungen sind:

  1. Halluzinogene (von lat.: „Sinnestäuschung“) und Entheogene (griech.: „Gott hineinschaffen“). Nach dem Zauberglauben sollen solche Pflanzen göttlicher Herkunft sein.

  2. Psychedelika (griech.: psyche = „Geist“ und delosis = „Offenbarung“). Die Wirkung der psychedelischen Drogen besteht in einer Erweiterung des Bewusstseins.

  3. Narkotika (griech.: narcao = „erstarren“). Sofort oder nach dem Abklingen haben sie eine betäubende oder lähmende Wirkung.

  4. Toxika (griech.: toxon = „Pfeil“ oder „Gift“). Die Wirkstoffe fast aller Zauberpflanzen sind bei falscher Dosierung Gifte, die tödlich sein können.

Von den circa 500 000 Pflanzenarten sind etwa 150 psychotrop, davon wachsen 120 Arten in der Neuen Welt und der Rest im eurasischen Raum.

Haschisch war schon 2737 vor Christus in China und 800 vor Christus in Indien bekannt.

Es ist eine offene Frage, weshalb in den Räumen, in denen die grossen Hochkulturen entstanden sind, deren Medizin, Arzneiwissenschaft und Botanik einen sehr hohen Stand erreicht haben, bedeutend weniger psychotrope Drogen bekannt sind.

Die Ureinwohner Amerikas waren Jäger, die für ihren Überlebenskampf auf übernatürliche Kräfte angewiesen waren. Die Priester und Führer (Schamanen) dieser Stämme traten im Zustand der Ekstase mit den Göttern in Kontakt und baten sie um Hilfe.

In den eurasischen Hochkulturen traten an Stelle der Jagd der Ackerbau und die Viehzucht, was zu einem Desinteresse an psychotropen Drogen führen musste.

 

Wichtige Beiträge zur Erforschung der psychotropen Drogen leisteten Lewin (Phantastica, 1931) und der Schweizer Gelehrte Albert Hoffmann, der 1943 das LSD entdeckte.

Einem breiten Publikum wurden diese Drogen durch die Selbstexperimente Huxleys, Alberts (Pseudonym: Baba Ram Dass) und Learys bekannt, die in Büchern ausführlich die bewusstseinserweiternde Wirkung beschrieben.

 

 

 

 

 

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