| Descartes, René |
| Französischer Philosoph („der Vater der Philosophie der Neuzeit“) und Mathematiker, dessen Weltanschauung („kartesianische“) das Wissenschaftsdenken bis in die Gegenwart bestimmte. Die Überwindung des kartesianischen Denkens ist eines der wichtigsten Ziele der New-Age-Bewegung. Ausgangspunkt ist für Descartes seine berühmte Feststellung: Cogito, ergo sum („Ich denke, folglich bin ich“). Daraus schloss er, dass das Wesentlichste der menschlichen Natur im Denken liege. Kennzeichnend für sein Denken ist die analytische (= zergliedernde) Methode, die ein Charakteristikum der neuzeitlichen Wissenschaft überhaupt ist. Der Geist (res cogitans = „denkendes Ding“) und die Materie (res extensa = „ausgedehntes Ding“) sind zwei völlig voneinander getrennte Bereiche. Daraus entwickelte sich die Trennung von Geistes- und Naturwissenschaften, die das abendländische Denken tief beeinflusste und erst im Laufe des 20. Jahrhunderts langsam überwunden wird. Sein Satz: „Alle Wissenschaft ist sicheres, evidentes Wissen“ führte zu einer Wissenschaftsgläubigkeit, die erst durch die moderne Naturwissenschaft erschüttert wurde. Denn die Physik des 20. Jahrhunderts hat den Beweis erbracht, dass es keine absolute Wahrheit geben kann und alle Theorien nur eine begrenzte Gültigkeit haben. Hauptwerk: Abhandlung über die Methode (1641). |
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