| Daumer, Georg Friedrich |
| Philologe und Philosoph, der zunächst Protestant war, dann zum Katholizismus überwechselte und sich in späteren Jahren dem Okkultismus zuwandte. Kennzeichnend für diesen katholischen Romantiker ist sein Hang zur Mystik. In seinem Hauptwerk Das Geisterreich in Glauben, Vorstellung, Sage und Wirklichkeit (1867) behandelter ausführlich die Grundlagen des Geisterglaubens. Er verwarf die Dreiteilung von Seele, Geist, Leib. Die Seele besitze eine plastische Selbstdarstellung, eine innere Leiblichkeit (Eidolon), die durch die „Integritätsgefühle“ nachgewiesen werden könne. Wenn ein Mensch z. B. ein Bein verloren habe, könne er dennoch an den Zehen Schmerzen empfinden. Durch die innere Leiblichkeit könne nicht nur ein Geist sichtbar werden, sondern auch ein Spuk hervorgerufen werden, wenn sie sich vom Körper loslöse. |
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