| Castaneda, Carlos |
| Amerikanischer Anthropologe brasilianischer oder peruanischer Abstammung. Bei einer Studie über den Gebrauch von Heilpflanzen bei den Indianern traf er den Yaqui-Indianer Don Juan Matus (geboren 1891 in Mexiko), der als Brujo (Heilzauberer) und Yerbero (Verkäufer von Heilkräutern) tätig war. Don Juan Matus lud Castaneda ein, sein Schüler zu werden und erbot sich, ihn in die Geheimnisse der indianischen Zaubermedizin einzuführen. Im Mittelpunkt seiner Lehren stand der Genuss von psychedelischen Drogen wie Peyote und Stechapfel (bot.: Datura). Peyote, das den Gott Mecalito symbolisierte, erschloss auch den Kontakt zu diesem göttlichen Wesen, weil es die Loslösung vom eigenen Körper ermöglichte. Nicht nur Castanedas Berichte über visionäre Begegnungen mit dem Peyote-Gott und über seine Astralreisen, die er in Gestalt einer Krähe unternommen habe, sondern auch die Existenz des Don Juan wurden schon bald angezweifelt. Die Berichte Castanedas zeigen auffallend viele Ähnlichkeiten und Parallelen mit längst bekannten indianischen Schamanengeschichten. Aber auch seine Kritiker stimmen darin überein, dass Castanedas Bücher eine tiefgründige allegorische Weltdeutung und Philosophie enthalten. Werke in deutscher Übersetzung: Die Lehren des Don Juan; Eine andere Wirklichkeit, Das Feuer von Innen; Die Kraft der Stille; Die Kunst des Pirschens; Reise nach Ixtlan; Der Ring der Kraft; Der zweite Ring der Kraft. |
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