| Candleburning, Kerzenleuchter-Magie |
| Eine Form der Magie, die besonders im angelsächsischen Raum verbreitet ist. Mittelpunkt des magischen Rituals bildet das Anzünden einer oder mehrerer farbiger Kerzen, wovon der Erfolg der ganzen Beschwörung abhängt. In ihren Ursprüngen reicht Candleburning bis in die Frühzeit der Menschheit zurück. Das Feuer hat schon in den Veden, den ältesten Schriften der Inder, die Funktion der Dämonenabwehr und der Beseitigung von feindlichem Zauber. Der indische Feuergott Agni gilt als der Beschützer der Menschen. So wird, wie auch bei zahlreichen Naturvölkern, bei der Geburt eines Kindes ein Feuer angezündet, das das Kind vor der Nachstellung durch böse Geister schützen soll. Daneben ist in das Candleburning auch christliches und freimaurerisches Gedankengut eingeflossen. Ursprünglich hatte das Kerzenlicht im Christentum keine sakrale Bedeutung, doch allmählich drang dieser Brauch in Form des Altarschmucks und bei bestimmten Anlässen wie Ostern (417 nach Christus), Geburt eines Kindes (360 nach Christus) oder Beerdigung (370 nach Christus) in die Feier des Gottesdienstes ein. In der Freimaurerei wird eine Logensitzung eröffnet durch das Anzünden der drei Kleinen Lichter (Weisheit, Schönheit, Stärke). Im modernen Candleburning sind die Vorschriften über die Farben der Kerzen und der magischen Praktiken je nach Autor verschieden. Das bekannteste Ritual stammt von Buckland. Hierbei werden vier verschiedene Arten von Kerzen benutzt. Während das Kerzenlicht brennt, werden Zaubersprüche oder Psalmen aufgesagt. |
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