| Cagliostro, Alessandro |
| Pseudonym für Giuseppe Balsamo. Italienischer Okkultist, Alchemist und Freimaurer, der neben Casanova und St. Germain einer der grossen Abenteurer des 18. Jahrhunderts war. Dieser begabte Hochstapler und Scharlatan verstand es immer wieder, das Vertrauen reicher und einflussreicher Männer und Frauen zu erlangen und auszunutzen. Cagliostro gab sich als Haupt der ägyptischen Freimaurerei aus, die man als Vorläufer des Miriam-Ritus ansehen kann. Dieser „Rité egyptienne“ (franz.: „ägyptischer Ritus“ bestand aus 90 Graden. Das Lehrsystem war eine bunte Mischung aus altägyptischem, jüdischem, christlichem und hermetischem Gedankengut. 1785/86 wurde er in eine Betrugsaffäre am französischen Königshof („Halsbandaffäre“) verwickelt, die seine Verbannung aus Frankreich zur Folge hatte. Auf Veranlassung des Papstes 1789 eingekerkert, starb er in der Haft. Cagliostro, der gleichsam das Symbol für den Wunderglauben des 18. Jahrhunderts war, regte Goethe zu dem Stück Der Grosskophta und Schiller zu Der Geisterseher an. |
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