| Bruno, Giordano |
| Italienischer Philosoph, der als Ketzer verbrannt wurde. Bruno, der von der magisch-hermetischen Tradition (Hermetismus, Agrippa v. Nettesheim) beeinflusst ist, verband den Neuplatonismus, die Lehre des Kopernikus sowie die Magie und den Hermetismus seiner Zeit zu einer pantheistischen Weltschau. Demnach ist Gott das unendliche All. Dieses beseelte Universum ist das einzige Seiende, das seinem Wesen nach ewig und unveränderlich ist. In dem Buch De umbris idearum (1582) lässt er mythische Gestalten (aus der griechischen Mythologie: Diana, Pythagoras; aber auch den nordischen Zauberer Merlin) auftreten, die in einer allegorischen Sprache gnostische und neuplatonische Gedanken in christlichem Gewand verbreiten. Yates behauptet, die wissenschaftliche Revolution des 17. Jahrhundert und überhaupt das neuzeitliche Denken habe seinen Ausgangspunkt von solchen esoterischen Lehren genommen. |
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