| Blick, böser |
| Eine Form des Schadenszaubers, die darin besteht, dass man Menschen, Tieren und Dingen dadurch schadet, indem man sie ansieht. Dieser Glaube findet sich schon seit der Frühzeit bei Natur- und Kulturvölkern, besonders aber bei den romanischen Völkern. Schon im NT (Buch der Sprüche) heisst es: „Iss nicht das Brot von dem, der das böse Auge hat.“ Schutzmittel gegen den bösen Blick sind: Korallenbänder, Perlen und rote Bänder. Im Mittelmeerraum ist eine obszöne Fingergeste (lat.: digitus infamis = „schamloser Finger“) üblich, die aus einem Abwehrzeichen mit Zeigefinger und kleinem Finger der rechten Hand besteht. In der Vergangenheit hat man Hexen, die in Verdacht standen, „Augenbeisser“ zu sein, die Stirn oberhalb der Augenbrauen zerkratzt. |
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