| Autogenes Training, AT |
| Begründet von dem Psychiater und Theologen Johannes Heinrich Schultz (1884-1970). Die von ihm entwickelte Therapie der konzentrativen Selbstentspannung beruht auf Selbsthypnose und Autosuggestion. Ausgangspunkt für diese Technik sind die Forschungen des Hirnphysiologen Oskar Vogt, der beobachtet hatte, dass Patienten nach Anleitung fähig sind, sich selbst in eine Hypnose zu versetzen. Nach diesen selbsthypnotischen Übungen berichteten die Patienten, dass Erschöpfung und Ermüdung geschwunden seien und sie sich leistungsfähiger fühlen. In seinem Buch Das Autogene Training (1932) beschreibt Schultz sechs Standardübungen. Sie bestehen aus einer Reihe verbaler Formeln, auf die sich der Patient passiv konzentriert, während er mit geschlossenen Augen im Raum liegt. Diese Übungen müssen so lange durchgeführt werden, bis der Patient in der Lage ist, willentlich von einem hellwachen Zustand in einen ruhigen und erregungsfreien überzugehen. Dazu gehört auch ein meditatives Training, das in einer passiven Konzentration auf visuelle Phänomene beruht. |
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