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Hexenwesen, Hexerei, Magie
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Ziegenbock

Der Ziegenbock war angeblich die bevorzugte Tarngestalt des Teufels. Dieses Tier wurde folglich weit und breit mit üppiger Männlichkeit und den Kräften der Dunkelheit in Verbindung gebracht. Einst stellte man den alten Gott Pan meist in einer Gestalt dar, die halb Mensch und halb Ziegenbock war. Obgleich eine direkte Verbindung zwischen der griechischen Mythologie und dem Hexenwesen noch zu beweisen bleibt, hat der Teufel des europäischen Hexenwesens doch ganz ähnlich den Rumpf und die Arme eines Menschen und den Kopf, die Hörner, die Beine, den Schwanz und die Klauenfüsse eines Ziegenbocks. Auch die Ziegendämonen des alten jüdischen Volksglaubens, denen es nach Menschenfrauen gelüstete, oder die altägyptische Tradition der Verehrung von Ziegenböcken, die sich angeblich mit ihren Anhängerinnen paaren durften, können hier einen Einfluss gehabt haben. Welchen Ursprung diese Vorstellung auch hat - im europäischen Volksglauben war der Ziegenbock untrennbar mit dem Dämonischen verbunden. Der Aberglaube z. B. behauptete, dass alle Ziegen einmal in vierundzwanzig Stunden weggehen, um sich vom Teufel zum Zeichen ihrer Treue den Bart kämmen zu lassen.
Bereits 1335 schilderten die französischen Hexen Anne-Marie de Georgel und Catherine Delort, wie sie mit dem Teufel in Gestalt eines Ziegenbocks Geschlechtsverkehr gehabt hätten. Auch wird in vielen anderen Geständnissen - seltsamerweise jedoch nicht in England oder Schottland - behauptet, dass der Teufel in solch einer Gestalt zu den Hexenzirkeln erschienen sei. Manche Hexen waren ihren eigenen Worten zufolge auf Dämonen in Ziegengestalt zu den Hexensabbaten geritten un hatten das Hinterteil eines Ziegenbocks geküsst, weil sie glaubten, das Geschöpf se der Satan selbst. Der Ziegenbock, der sich zu den Hexenzirkeln zeigte, wurde meist als eil Tier mit schwarzem Fell beschrieben, das mit. unter auch einen roten Bart zur Schau trug.
Die Hohepriester und Hohepriesterinnen neuzeitlicher Hexenzirkel tragen bei ihren Zeremonien häufig Ziegenmasken, zwischen deren Hörnern manchmal auch eine Kerze angebracht ist.

 

 

 

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