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Poltergeist, der in einem
Haus in Tedworth in Wiltshire spukte, und dem man die Schuld an
verschiedenen Aktivitäten von Dämonen gab. Zu der Zeit, als sich die
Obrigkeit häufig nicht in der Lage sah, zwischen übernatürlichen
Erscheinungen wie Geistern und den Übeltaten von Dämonen und Hexen zu
unterscheiden, liessen die Ereignisse im Hause des Richters John Mompesson
die Vermutung aufkommen, dass der Richter von Teufeln belästigt würde.
Die Sache begann, als Mompesson eine Trommel konfiszierte, die einem
Vagabunden namens William Drury gehörte. Drury war ein ehemaliger
Regimentstrommler, der nun mit seinen Tricks auf ländlichen Märkten auftrat.
In der Folgezeit hörte man überall im Haus des Richters den Klang dieses
Instruments, obwohl die Quelle der dumpfen Schläge nicht ausgemacht werden
konnte. Nachdem man die Trommel des Vagabunden zerstört hatte, wurden diese
Geräusche noch lauter. Zu Beginn des Jahres 1663 wurde Drury wegen des
Diebstahls von Schweinen erneut verhaftet und zur Deportation verurteilt. Er
floh vom Sträflingsschiff und besorgte sich eine neue Trommel. Mompesson
liess den Vagabunden nochmals festnehmen, und Drury wurde nun der Hexerei
und des Schweinediebstahls angeklagt. Man behauptete, Drury habe während
seines Gefängnisaufenthalts einem Besucher gegenüber zugegeben, dass er für
die Belästigung und Unruhe verantwortlich sei, doch man konnte ihm keine
Hexerei nachweisen. Für das andere Verbrechen jedoch wurde er nach Virginia
deportiert.
Die Personen, die behaupteten, das Geräusch gehört zu haben, erklärten, der
Unsichtbare scheine Antworten auf ihre Fragen getrommelt zu haben. Die
zeitgenössischen Dämonologen sahen verschiedene andere Phänomene, die in
diesem Haus aufgetreten sein sollten, als wichtig und als klaren Hinweis auf
den dämonischen Ursprung der Störungen an. Sie zogen einleuchtende Schlüsse
beispielsweise aus dem Schwefelgeruch, der angeblich das Haus durchdrang. In
anderen Berichten war die Rede davon, dass von unsichtbarer Hand Kinder in
die Luft gehoben und Möbel gerückt, Bibeln mit Asche bedeckt, Nachttöpfe
über den Betten geleert, dass Blutstropfen gefunden und die Bettwäsche
durcheinandergebracht worden sei. Gelegentlich war die Kakophonie so laut,
dass das ganze Dorf darüber erwachte.
Die aussergewöhnlichen Erscheinungen, die man dem „Trommler von Tedworth”
zuschrieb, dauerten zwei Jahre an und hörten dann auf, ohne dass jemand die
Wurzel des Übels entdeckt hätte. Karl II. begann der Fall zu interessieren,
und er sandte ein Untersuchungskomitee, doch dessen Mitglieder konnten
nichts Ungewöhnliches feststellen. Joseph Glanvill, der die Angelegenheit
ebenfalls untersuchte, zeigte sich überzeugt davon, das die Phänomene echt
waren. Er unterstrich die beeindruckenden Qualifikationen John Mompessons,
der viele der Zwischenfälle in seinem Haus miterlebt hatte, und nannte ihn
„eine diskrete, scharfsinnige und mannhafte Person”. Glanvill betonte, dass
so viele Menschen mit solcher Ehrlichkeit über unerklärliche Vorkommnisse in
diesem Hause berichtet hätten, dass man vor allem unter dem Gesichtspunkt,
dass die Familie Mompesson nichts an der Affäre verdiene, den Spuk nur als
real betrachten könne. |