eso-shopping Partnerprogramm
 
Web sphinx-suche.de
Moviestreaming, filmdownloads etc..  Bücher
Hexenwesen, Hexerei, Magie
Aa-Bi   Bl-Cr   Da-Fe   Fi-Gw   H   IJK   LM   NOP   RS   TUVWZ
 

Potenzzauber

Der Gebrauch von Zauberei, um eine Person impotent zu machen. Die Wirkung liess sich durch zwei Mittel erreichen: Erstens durch das Nestelknüpfen und zweitens durch Tränke. Solcher Zauber war in klassischen Zeiten sehr gefürchtet, und seine Manifestation als Maleficium der europäischen Hexen im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert war nichts anderes als die Fortsetzung einer sehr alten Tradition. Zu den Autoritäten, die den Glauben an die Macht des Potenzzaubers förderten, gehörte kein Geringerer als Thomas von Aquino, der bereitwillig die Vorstellung anerkannte, eine Person könne durch Hexerei die „fleischliche Vereinigung verhindern”. Spätere Kenner der Materie stimmten diesem Gedanken zu und bezeichneten den Teufel als Verantwortlichen für solche Misslichkeiten, fügten jedoch hinzu, dass Gott selbst ihm diese Macht verliehen habe, und dass das einzige Mittel die Zuflucht zu Abstinenz und Gebet sei.
Francesco-Maria Guazzo schrieb 1608, es gebe sieben Möglichkeiten, das Liebesleben eines Menschen durch Potenzzauber zu stören. Erstens könne man die Partner zum Hass gegeneinander anstacheln. Zweitens könne man sie durch irgend etwas physisch voneinander trennen. Drittens könne der Samenerguss verhindert werden. Viertens könne man den Samen unfruchtbar machen. Fünftens könne man den Mann der Fähigkeit berauben, sein Glied anschwellen zu lassen. Sechstens liesse sich bei einer Frau durch Tränke die Empfängnis verhindern und schliesslich könne man die Geschlechtsteile beider Partner sich verkleinern oder verschliessen lassen.
Sollte der Knotenzauber angewendet werden, dann musste die damit beauftragte Hexe lediglich Knoten in ein Stück Schnur oder Lederband knüpfen und das Ganze vor dem Opfer versteckt halten. Der Zauber liess sich nur brechen, wenn die Knoten gefunden und gelöst wurden. Einer Untersuchung dieses Zaubermittels zufolge, die Jean Bodin im Jahre 1597 anstellen liess, gab es über fünfzig Möglichkeiten, die Knoten zu binden, wobei jede eine besondere Wirkung auf die sexuelle Potenz eines Menschen haben sollte.
Anzeichen, die darauf hinwiesen, dass ein Mensch unter der Wirkung des Potenzzaubers litt, waren unter anderem Schwellungen am Körper, und zwar jeweils eine für jedes nicht gezeugte Kind. Auch deutliche Veränderungen der Genitalien wurden als Hinweis darauf angesehen. In einem aussergewöhnlichen Fall, der sich 1590 in Schottland zutrug, waren zwei Hexen angeklagt, die Geschlechtsorgane gewisser Männer gegen die Genitalien anderer ausgetauscht zu haben.
Reginald Scot, der versuchte, die Absurdität des Hexenmythos aufzuzeigen, erzählte eine Anekdote, uni den lächerlichen Charakter eines solchen Zaubers zu verdeutlichen: Ein junger Mann hatte nach dem Koitus entdeckt, dass seine Genitalien gänzlich verschwunden waren, was wahrscheinlich nur auf einen bösen Zauber zurückgeführt werden konnte. In seiner Verzweiflung wandte er sich an eine weisse Hexe, die ihm sagte, er könne das Fehlende durch einige Dinge ersetzen, die in einem Nest im Wipfel eines gewissen Baumes lägen:
Sie brachte ihn zu einem Baum, wo sie ihm das Nest zeigte, und hiess ihn, hinaufzusteigen und das Nest zu nehmen. In der Spitze des Baumes nahm er ein riesig grosses Teil aus dem Nest, zeigte es ihr und bat, ob er dasselbe nicht haben könne. Nein, sprach sie, das ist das Instrument unseres Gemeindepriesters, doch nimm irgendein anderes, das dir gefällt. Es ist bestätigt, dass manche zwanzig, und manche dreissig in einem Nest gefunden haben, wo sie wie an einer Krippe mit Futter ernährt wurden ... Dies sind keine Scherze, Anschuldigungen, nach denen eine Person durch Knotenzauber jemandem Schaden zu-gefügt hatte, waren in den historisch überlieferten Hexenprozessen nicht ungewöhnlich, doch der Dämonologe Domenic de Soto beispielsweise bezweifelte, dass ein solcher Zauber in Wirklichkeit häufig angewandt würde - und sei es auch nur, weil der Teufel Freude daran habe, die Menschen zu ausserehelichem Verkehr zu verleiten, und wahrscheinlich keine solche Beschränkung seines Werkes hinnehmen würde. In „bewiesenen” Fällen von Potenzzauber konnten die Ehen geschieden werden, und so ist es höchst wahrscheinlich, dass sich viele unzufriedene Männer und Frauen aus einem unglücklichen Lebensbund herauswanden, indem sie übernatürliche Störungen für ihre persönlichen Probleme verantwortlich machten.

 

 

 

 

Hauptseite

Studienlehrgang über Träume und Traumdeutung

Beste Bücher online einkaufen

Beste Internetadressen   Multimedia   Kunst   Zukunftsdeutung & Astrologie   Esoterik & New Age   Traumdeutung

Magie & Märchen & Mystik   Grenzwissenschaften   Hexenwesen   Dunkles im Netz   Parapsychologie & Okkultismus etc.

         Religion & Spiritualität   Alte Kulturen   UFO`s & Phänomene   Meditation, Licht, Fortleben

Heilmethoden, -therapien, Wellness   Aus-, Weiterbildung & Organisationen

Esoterisch-spirituelle Lexika   Lexikon der Parapsychologie   Lexikon der Esoterik