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Hexenwesen, Hexerei, Magie
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Notingham, John de gest. 1325

Englischer Zauberer, der die zentrale Figur in einem Bildzauberkomplott zur Ermordung Eduards II., dessen Günstling Hugh le Despenser und anderer Personen war. John de Notingham lebte in Coventry und stand zusammen mit seinem Mieter Robert le Mareschal in dem Ruf, sich in den okkulten Wissenschaften auszukennen. 1323 wandte sich eine Gruppe von siebenundzwanzig Bürgern an die beiden Männer. Sie baten die Magier, gegen Geld und andere Zuwendungen den König, Hugh Despenser, dessen Vater sowie den Prior von Coventry, der den Bürgern Unrecht zugefügt hatte, mittels Zauberei zu töten. Obendrein wünschten sie den Tod des Seneschalls und des Kellermeisters der Priorei von Coventry.
Der Handel wurde abgeschlossen, und die zwei Magier zogen sich in ein abseits gelegenes Haus am Stadtrand zurück, wo sie sich daran machten, von ihren künftigen Opfern Wachsebenbilder zu formen. Die sechs Bilder waren im April 1324 fertig, doch man entschied sich, vor dem eigentlichen Anschlag einen Versuch zu machen. Die beiden Männer formten also eine siebente Figur, die einen Nachbarn mit Namen Richard de Sowe darstellte. Als alles bereit war, wies John de Notingham am 27. April um Mitternacht Robert le Mareschal an, ein Stück Blei in den Kopf der siebenten Figur zu stossen. Ani darauffolgenden Morgen begab sich Robert le Mareschal zu Richard de Sowes Haus, um zu erkunden, ob der Zauber etwas bewirkt habe. Zu seiner Befriedigung stellte er fest, dass der Nachbar über Nacht den Verstand verloren hatte, niemanden mehr erkannte und wiederholt das Wort „Marter!” herausschrie. Dieser Zustand hielt während der folgenden Wochen an, bis die Zauberer das Bleistück schliesslich nahmen und in das Herz der Wachsfigur stiessen. Einige Tage darauf starb Richard de Sowe.
Überzeugt davon, dass der Tod ihres Nachbarn eine direkte Folge ihrer Magie sei, bereiteten sich John de Notingham und Robert le Mareschal darauf vor, die Operation an den verbliebenen sechs Wachsfiguren zu wiederholen. Zu diesem kritischen Zeitpunkt liessen Robert le Mareschal die Nerven im Stich. Verunsichert durch die Nachforschungen über Richard de Sowes rätselhaften Tod, legte er als Gegenleistung für die Zusicherung der Straffreiheit für seine Person ein freiwilliges Geständnis ab. Alle an der Sache beteiligten Personen wurden verhaftet, und der Fall kam 1325 vor Gericht. John de Notingham starb im Gefängnis; die siebenundzwanzig Bürger wurden für ihren Anteil am Komplott aus undurchsichtigen Gründen freigesprochen. Über das Schicksal Robert le Mareschals ist nichts bekannt.

 

 

 

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