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Hexenwesen, Hexerei, Magie
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Luxeuil, Hexe von

Madame Desle la Mansenee, die Frau von Jean de la Tour, die auf Anregung der Inquisition 1529 in Luxeuil in der Freigrafschaft Burgund wegen Hexerei vor Gericht kam. Der Prozess war insofern bemerkenswert, als er den verborgenen, doch fortwährenden Einfluss demonstrierte, den die Inquisition auch noch zu diesem relativ späten Zeitpunkt auf die Hexenprozesse hatte.
Dem Fall lagen „Beweise” vom Hörensagen und Klatsch zugrunde, die der Grossinquisitor von Besanon in dem Dorf Anjeux - Freigrafschaft Burgund -, dem Wohnort der Frau, insgeheim zusammengetragen hatte. Allein die Tatsache, dass die Verdächtige dort in dem Ruf stand, eine Hexe zu sein, genügte, um ihr Schicksal zu besiegeln. Als man dann eine Reihe Vorwürfe - ganz gleich, ob beweiskräftig oder nicht - gegen sie in der Hand hatte, eröffnete man ein Verfahren gegen Madame Desle la Mansenee, wobei die Angeklagte aufgrund ihres Leumunds schon vor Prozessbeginn als schuldig galt. Im Bewusstsein eines vorweggenommenen Schuldspruches wurde die Anwendung der Folter von vornherein festgelegt. Da man der Angeklagten sogar die Identität der Personen verheimlichte, die sie beschuldigt hatten, bestand für sie nur wenig Hoffnung.
Bestärkt durch den Grossinquisitor, behaupteten die Nachbarn, die Angeklagte habe eine grosse Zahl Unglücksfälle ausgelöst, die all jenen widerfahren seien, die ihren Weg gekreuzt hätten, und sie habe auch Kinder behext, so dass sie krank geworden seien. Eine aus sechs Männern bestehende Kommission unter der Leitung des Grossinquisitors persönlich verhörte die Verdächtige, die alle Anschuldigungen von sich wies, und übergab sie dann dem Folterknecht. Die Qualen, die sie unter der verschärften Form des Aufziehens litt, liessen ihr keine andere Wahl, und sie bekannte sich in allen Anklagepunkten schuldig. Sie gab zu, ihren katholischen Glauben verleugnet zu haben, auf einem Stock geflogen zu sein, auf Hexensabbaten getanzt und mit dem Teufel gebuhlt sowie Vieh mit einem geheimnisvollen schwarzen Pulver vergiftet zu haben. Weitere Folterungen zwangen ihr dann die Namen mehrerer Komplizen ab.
Der Häresie, der Verleugnung ihres katholischen Glaubens und des Mordes für schuldig befunden, wurde Madame Desle la Mansene am 18. Dezember 1529 gehängt und ihre Leiche dann zu Asche verbrannt.
Luzifer Einer der Namen, unter denen der Teufel oder Satan bekannt war. Luzifer, ein Name, den die Römer dem Morgenstern gegeben hatten, bedeutet „Lichtträger”. In der christlichen Mythologie war er der Erzengel, der - in Satan umbenannt - der König aller Dämonen wurde, nachdem er versucht hatte, Gott den Rang streitig zu machen. Seiner früheren Rolle als Lichtträger lagen die allgemein üblichen Darstellungen des dämonischen Luzifer zugrunde, der zwischen seinen Hörnern eine oder mehrere schwarze Kerzen trug. Die Messdiener entzündeten ihre Lichter an der Kerze des Luzifer, wenn dieser zu ihren Hexensabbaten kam. Hexen und Zauberer riefen den mächtigsten und daher auch gefährlichsten Dämon an, wenn ein Vorhaben besondere magische Kraft erforderte, die ihre eigenen Fähigkeiten überstieg.
Erwähnenswert ist die Tatsache, dass Luzifer nicht immer mit Satan gleichgesetzt wurde. fier Dämonologe Peter Binsfeld beispielsweise schrieb Luzifer die Todsünde der Hoffart zu, während Satan den Zorn verkörperte.
Die Verehrung des Luzifer als höchster Gott kam nicht allein von den herkömmlichen Hexen - im dreizehnten Jahrhundert gab es in Deutschland einen kleinen Satanskult, dessen Anhänger sich „Luziferaner” nannten und als Ketzer verfolgt wurden. In ihren Geständnissen, die man ihnen unter der Folter abgezwungen hatte, bezeichneten sie Luzifer, den Bruder Jesu Christi, als die Quelle aller guten Dinge in der Welt und drückten ihre Erwartung aus, dass er eines Tages den Christengott stürzen werde. Genau wie die Hexen, so zeigten auch sie ein Verhalten, das darauf abzielte, die christlichen Gefühle zu verletzen, die christlichen Riten zu schmähen und die Hostie zu schänden. Auch sie kannten die Zeremonie des „obszönen Kusses”, zu der Luzifer als Katze oder Kröte erscheinen konnte, und feierten die Gegenwart des mächtigen Dämons mit Festgelagen und Orgien.

 

 

 

 

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