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Keuchhusten |
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Die Hexenkunst bot eine Vielzahl möglicher Therapien für Menschen, die unter Keuchhusten, einer der quälendsten und gefährlichsten Kinderkrankheiten, litten. Die Art der Behandlung reichte von relativ harmlosen bis zu ganz fremdartigen Methoden. Zu den eher abstossenden Mitteln gehörte das Verabreichen von Eulensuppe, gerösteten Mäusen oder gezuckertem Schneckenschleim; das Tragen eines Säckchens am Hals, das erst abgenommen wurde, wenn die darin eingesperrte behaarte Raupe tot war; das Aufhängen eines Frosches im Schornstein; das Überziehen der Füsse des Patienten mit einer Mischung aus gehacktem Knoblauch und Speck und das Füttern eines Hundes mit einem Butterbrot, das mit einer Strähne vom Haar des Patienten belegt war. Menschen, deren Mutter bei der Geburt gestorben war, sagte man besondere Heilfähigkeiten nach; sie sollten Keuchhusten und Soor heilen können, indem sie einfach in den Mund des Leidenden hauchten. |
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